Pressespiegel
Im "Nah-Kampf" mit den Materialkosten -
Neues Förderprogramm für den Mittelstand
(GfPMagazin März 2007)


Im "Nah-Kampf" mit den Materialkosten -
Neues Förderprogramm für den Mittelstand

Die Situation am Arbeitsmarkt macht immer wieder schmerzlich bewusst, dass Produktivitätssteigerung und Kostensenkung um der Konkurrenzfähigkeit willen einen hohen Preis fordern. Das fordert ein Nachdenken darüber heraus, ob es nicht Wege der Kostensenkung diesseits des Personalabbaus gibt.

Mit dem Förderprogramm Ver-Mat (Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen zur rentablen Verbesserung der Materialeffizienz) wurde nun ein Impuls gegeben, gerade die mittelständischen Unternehmen in mehreren potenzialreichen Branchen zu aktivieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit verstärkt durch eine erhöhte Materialeffizienz zu sichern. Darunter sind nicht die üblichen Maßnahmen zur Optimierung von Einkauf und Logistik zu verstehen. Es geht vielmehr um echte Substanzverringerung in der industriellen Fertigung und im Hinblick auf den Produktlebenszyklus.

Bei der Förderung handelt es sich allerdings nicht um investive Zuschüsse, sondern um Beratung, Schulung und Coaching, das bis zur Unterstützung am einzelnen Arbeitsplatz und bei konkreten Umsetzungsarbeiten reichen kann. Zugelassen sind akkreditierte Berater, die über den Projektträger VDI / VDE entsprechend geprüft worden sind.
Die Unterstützung kann in zwei Stufen erfolgen. Zunächst wird eine Potenzialanalyse durchgeführt, in der Ansatzpunkte möglicher Kostensenkungen identifiziert werden. Auf dieser Stufe beträgt der Fördersatz 67%, also 10.000€ bei einem max. Beratungsvolumen von 15.000€. Bei entsprechend hohem Potenzial, kann eine Vertiefungsberatung und Umsetzung einsetzen. Bei einem Fördersatz von 33% stehen für das einzelne Unternehmen dann nochmals bis zu 89.000 € Fördermittel zur Verfügung.

Der Kreis schließt sich.
Lean Production und Lean Management wurden zu häufig mit Personalabbau - Programmen gleichgesetzt. Unter Berufung auf Toyota und sein berühmtes Produktionssystem ist schon manch ein Unfug betrieben worden. Selbstverständlich ist die Unterbindung jeglicher Art von Verschwendung, gekoppelt mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess eine ständige Herausforderung, ja ein Muss! Verschwendung versteckt sich in unterschiedlichster Form hinter gewohnten Arbeitsabläufen (Schlendrian und mangelhafte Disziplin hat manchmal System); Wartezeiten, Suchzeiten, Ausfallzeiten vernichten nicht nur die Effizienz, sondern auch die Rendite. Ist das Betriebsergebnis erst mal negativ, gesellen sich noch weitere "Leiden" dazu nach dem Motto ein Unglück kommt selten allein: Die Fremdkapitalzinsen steigen, gute Leute verlassen die Firma, eine negative Spirale kommt in Gang. Dann sind alle so stark damit beschäftigt, das schlingernde Schiff zu stabilisieren, dass für die z.T. langwierige, weil mit Redesign von Produkten einhergehende, Materialkostensenkung keine Zeit da ist.
Schlechtes Management, könnte da lapidar konstatiert werden. Und in der Tat, es ist wohl die Aufgabe von Geschäftsführern und deren Aufsichts- und Beiräten, rechtzeitig die Weichen zu stellen. Gleichwohl gilt es, in der gesamten Belegschaft das Bewusstsein für Verschwendung - und was jeder Einzelne zu deren Vermeidung tun kann - nachhaltig zu verankern.

Die Verbesserung der Materialeffizienz ist eine gesamtunternehmerische Aufgabe.


Prof. Dr.-Ing. Nicolas P. Sokianos

Nähere Informationen für Unternehmen, die im Rahmen des Programms nach Kostensenkungsmöglichkeiten suchen, erhalten Sie bei LOGICON®:

LOGICON®-Consulting
Prof. Dr.-Ing. Nicolas P. Sokianos
Am Priesterberg 11
13465 Berlin
GERMANY
 Tel.: ++49 (0)30 4373 1623
        ++49 (0)30 4373 1624
FAX: ++49 (0)30 4373 1625
  email: info@logicon.de
  

zurück zur vorherigen Seite

© LOGICON: LOGICON ist eine eingetragene Marke von Prof. Dr.-Ing. Nicolas P. Sokianos