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Disziplin in den Schulen, Prozessdisziplin in den Unternehmen? (GfPMagazin Dezember 2007) |
Disziplin in den Schulen, Prozessdisziplin in den Unternehmen?
Prof. Dr.-Ing. Nicolas P. Sokianos
Im Erhebungszeitraum vom 19. bis 20. Juni 2007 hat die forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" eine Meinungsumfrage zum Thema Erziehung durchgeführt.
Hauptbestandteil der Forschungsumfrage waren die Meinungen zur Disziplin von Schülerinnen und Schülern. Auf der Basis von 1.003 Befragten kam es zu folgendem Ergebnis (siehe Tabelle für vollständige Auswertungsdaten).
Statistische Auswertung auf die Frage, ob den Schülerinnen und
Schülern in Deutschland alles in allem mehr Disziplin gut tun würde.
Japanische 5S-Methode zur Etablierung von Standards
bezüglich einer sicheren, ordentlichen und effizienten
Arbeitsplatzumgebung.
Der Aussage, dass den Schülerinnen und Schülern in Deutschland mehr Disziplin gut tun würde, stimmt die Mehrheit der Bevölkerung "voll und ganz" oder zumindest "eher" zu (85%). Zusammen nur 14% sind dagegen der Meinung, dass dies "eher nicht" oder "überhaupt nicht" der Fall ist. Was sich so klar und eindeutig anhört, ist umstritten. Erziehungs-Wissenschaftler sehen in der Disziplin-Forderung den Versuch, selbständiges, kritisches Denken und Handeln zu begrenzen. Sie fordern den Bezug zwischen Disziplin und Werten. Auch in der Industrie darf nicht dröge Disziplin verlangt werden. "Diszipliniert die Produktivität erhöhen, um dann arbeitslos zu sein"? War eine der kritischen Meinungen. Eine andere: "Wir (Arbeiter) sind diszipliniert, schauen Sie sich aber kritisch unsere Führungskräfte an, einige von ihnen würden sofort durch einen Disziplintest fallen". Was die Jugendlichen anbelangt: Unser Nachwuchs braucht Zukunftsperspektiven. Allein die Diskussion um die Rente ("die Rente ist sicher" / Arbeitsminister Blüm), erzeugt im besten Fall unter den 20-Jährigen einen Lacher.
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